Nicht nur bei Pkw-Fahrenden, sondern auch bei Radfahrenden nimmt die Nutzung des Smartphones beim Fahren zu. So hat ein Forschungsprojekt der Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen (BASt) aus dem Jahr 2022 festgestellt, dass etwa zehn bis 17 Prozent der Radfahrenden das Mobiltelefon mindestens einmal während einer Fahrt nutzen. Besonders oft schauen jüngere Männer beim Radfahren auf ihr Telefon.
Hohe Unfallwahrscheinlichkeit
Die Wahrscheinlichkeit für einen Unfall steigt dabei rasant an: Ein rund zweisekündiger Blick auf das Handy bei 25 km/h bedeutet einen Blindflug von 14 Metern. Zusätzlich haben Radfahrende dann nur eine Hand am Lenker, was die Sturzgefahr bei einem plötzlich nötigen Ausweich- oder Bremsmanöver deutlich erhöht.
Die Nutzung elektronischer Kommunikationsgeräte, z.B. von Handys, ist auch beim Radfahren verboten, wenn man diese dabei in der Hand hält oder dadurch abgelenkt wird. Auch laute Musik oder Podcasts über Kopfhörer können stark ablenken. Sogenannte Noise-Cancelling-Kopfhörer sorgen darüber hinaus dafür, dass ggf. lebenswichtige akustische Signale des Verkehrs überhört bzw. gar nicht wahrgenommen werden.
Sicher unterwegs sein
Wer mit dem Fahrrad oder Pedelec sicher unterwegs sein möchte:
- konzentriert sich vollkommen auf die Fahrt,
- lässt das Smartphone beim Fahren in der Tasche oder im Rucksack,
- verzichtet auf die Nutzung von Kopfhörern (In-Ear, Over-Ear) beim Fahren,
- lässt beide Hände am Lenker und
- hält zum Navigieren an und schaut nur im Stehen abseits der Fahrbahn bzw. des Radweges auf das Smartphone oder den Fahrradcomputer.